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Unsere Leistungen
für Sie

Hier erhalten Sie Informationen über aktuelle Rechtsprechung und links zu interessanten Gesetzen oder Leitlinien sowie einen Überblick über die Gebühren für meine Tätigkeit.
Sie können sich selbstverständlich jederzeit vorab unverbindlich über die voraussichtlich entstehenden Kosten informieren. Fragen Sie nach.

AKTUELLES

ERSTBERATUNG
Eine Erstberatung dient dazu, einen Überblick über die vorhandenen Probleme zu erhalten und, wenn möglich, eine erste rechtliche Einschätzung vorzunehmen. Das Gespräch dient dazu, sich kennenzulernen und ermöglicht Ihnen, einzuschätzen, ob Sie Ihre Angelegenheit weiter verfolgen möchten oder nicht.
Die Beratung umfasst keine Erstellung von Schriftsätzen oder eine schriftliche Zusammenfassung. Für eine Erstberatung setze ich in der Regel eine Stunde an. Sie kostet 190,00 Euro zuzüglich USt.

WEITERGEHENDE BERATUNG / RECHTLICHE VERTRETUNG
Wenn Sie eine weitergehende Beratung ohne Vertretung nach außen wünschen, so sieht das Gesetz vor, dass eine Honorarvereinbarung getroffen wird. Diese ist im Regelfall ein Stundenhonorar, es ist aber auch die Vereinbarung einer Pauschale möglich.
Die Kosten einer außergerichtlichen oder gerichtlichen Vertretung richten sich, wenn nichts anderes vereinbart wurde, nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG).

DIE HÖHE DER GEBÜHREN
bestimmt sich dabei nach dem Gegenstandswert.
Je nach Art und voraussichtlichem Umfang der Sache, vereinbaren wir eine Vergütungsvereinbarung. Insbesondere in Sorgerechts- oder Umgangsrechtsfällen ist eine Vertretung in der Regel nur möglich, wenn eine Vergütungsvereinbarung abgeschlossen wird.
Sollten Sie die Kosten einer gerichtlichen Auseinandersetzung nicht tragen können, besteht die Möglichkeit, Verfahrenskostenhilfe zu beantragen.

Grundlegender Beschluss des BGH zum Wechselmodell (BGH XII ZB 601/15): Wenn sich die Eltern trennen, stellt sich immer auch die Frage, bei wem die Kinder wohnen und in welchem Umfang der andere Elternteil die Kinder sehen kann (Umgangsrecht). Oft haben die Kinder ihren Lebensmittelpunkt bei einem Elternteil und besuchen den anderen jedes zweite Wochenende oder auch öfter. Möglich ist aber auch, dass sich die Eltern die Betreuung der Kinder hälftig aufteilen (sog. Wechselmodell). Bislang ist die Rechtsprechung davon ausgegangen, dass ein Wechselmodell nur stattfinden kann, wenn sich die Eltern einvernehmlich darauf einigen. Der BGH hat nunmehr erstmals in einem grundlegenden Beschluss vom 01.02.2017 (Az. XII ZB 601/15) entschieden, dass auch eine gerichtliche Anordnung eines Wechselmodells gegen den Willen eines Elternteils möglich ist.

Allerdings stellt der BGH ausdrücklich fest, dass maßgeblich für die Möglichkeit der Anordnung des Wechselmodells das Kindeswohl ist, das immer im Einzelfall festzustellen ist. Notwendige Voraussetzung ist auch eine Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der Eltern in Bezug auf die Durchführung des Wechselmodells, da hierfür eine Vielzahl von Absprachen zwischen den Eltern notwendig ist. Auch nach diesem Beschluss wird es nicht der Regelfall werden, dass ein Wechselmodell angeordnet wird. Ein solches erfordert viel Organisation von allen Beteiligten und ist teuer. Außerdem ist es meist nur sinnvoll zu praktizieren, wenn die Eltern in räumlicher Nähe zueinander wohnen. Im Einzelfall kann es jedoch der richtige Weg sein, dies auch gerichtlich durchzusetzen.

ISABEL NACHREINER / RECHTSANWÄLTIN / THERESIENSTRASSE 40 / 80333 MÜNCHEN / 089 - 28 01 56